Der Küchenchef berichtet vom Feldmesspraktikum 2009 Ist Eigenversorgung während des Feldmesspraktikums wirklich das Richtige? Oder wäre doch die Vollpension besser und praktischer? Bekommen wir auch genügend zu Essen und wird es dann auch noch schmecken? Das waren sicherlich einige Fragen, die sich Schüler, Eltern und Lehrer vor unserem Praktikum in Waldbröhl gestellt haben. Man weiß ja nie, was da so kommt und wie gut so was funktioniert….. Schon vor der Fahrt war organisiert, wer wann in welcher Küchengruppe sein wird. Das half bereits am Sonntag, als direkt nach der Ankunft das Abendbrot vorbereitet und serviert werden musste. Alle Schüler waren doch recht hungrig und haben uns direkt einen Eindruck verschafft, welche Mengen an Wurst, Käse, Butter und Getränken wir jeden Tag brauchen werden.
Daraufhin wurde jeden Tag eingekauft, bis uns die Mitarbeiter von Aldi und Rewe schon fast per Handschlag begrüßten. Einkaufswagen mit 80 Eiern, 20kg Mehl, 20L Milch, 5 Cornflakes, 15 Gurken etc. sieht man ja nicht alle Tage…. Jeden Tag stellte sich mir nach dem Mittagessen die neue Kochgruppe vor. An Unterschiedlichkeit waren diese Gruppen nicht zu toppen. Teams aus festen FreundInnen haben sich abgewechselt mit Schülern, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Unter sozialen Gesichtspunkten eine hoch spannende Angelegenheit, mussten doch alle sofort und effizient zusammenarbeiten, um die 35 hungrigen Mäuler zur rechten Zeit sättigen zu können. Einsatz, Wille, Teamgeist, Verlässlichkeit und Engagement waren mir besonders wichtig. Je nach Zusammensetzung der Gruppe hat es mal langsamer, mal schneller geklappt, bis ein richtiges Team entstanden ist. Aber ich darf resümieren, dass uns das immer gelungen ist. Spätestens beim Vorbereiten des Mittagsmenüs waren wir Wirbelwinde zwischen Kochtöpfen, Spülbecken und Arbeitsflächen. Jeder war voll Engagement dabei, hat sich für das Team eingesetzt und nicht selten im Laufschritt die Aufgaben erledigt. Ob es jetzt Pizza, Pfannkuchen, Lasagne, Spagetti Bolognese oder Putengeschnetzeltes mit Kartoffeln und Quark war, es ging immer voll zur Sache und jeder hatte seinen wichtigen Platz im Küchenteam.
Den Mengen nach, die jeden Tag gegessen wurden, hat es rundum geschmeckt und die Mühen der Kochteams wurden oft honoriert, was uns sehr gefreut hat. Besonders auf die Fähigkeit, auch unter Stress unsere Ziele erreicht zu haben, kann jedes Küchenteam stolz sein! Nicht zuletzt hat bestimmt die/der Eine oder Andere noch was für zuhause gelernt und ich hoffe sehr, dass die neuen Kochprofis mit dem Gelernten zu Hause begeistern werden – und natürlich Ihre tollen Fähigkeiten auch bei zukünftigen Aufgaben engagiert anwenden werden. P.S.
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