Mein schönstes deutsches Wort Schreibwettbewerb der 10. Klasse im Frühjahr 2009 Der Schreibwettbewerb zum Thema "Mein schönstes deutsches Wort" wurde nicht an unserer Schule erfunden. Aber er wurde im Schuljahr 2008/2009 in Klasse 10 neu umgesetzt. Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse haben sich drangesetzt und ihr Wort beschrieben. Die Vielfalt der Wörter, der Gründe und der Beschreibungen legt Zeugnis ab von den Sprachfähigkeiten der SchülerInnen und der Bedeutung des Deutsch-Unterrichts.
Der Löwenzahn Mein deutsches Lieblingswort ist „Löwenzahn". Ich finde, es ist ein typisch deutsches Wort. Es besteht aus zwei eigenen Wörtern, die miteinander harmonieren. Das Wort „Löwenzahn" hört sich gefährlich an, doch wenn man den Löwenzahn auf einer grünen Wiese wachsen sieht, verfliegt jede Angst. Er kommt einem dann nur noch schön und zerbrechlich vor. Der Löwenzahn ist zwar ein Unkraut, doch die meisten erfreuen sich an dieser Pflanze, die mit ihrer sonnengelben Blüte alle zum Lächeln bringt. Wenn man sie so wachsen sieht, denkt man, sie wäre unbeschwert, da sie sich so frei entfaltet und mit ihren Blüten die Blicke magisch anzieht. Doch wenn man sie von ihrem Stängel trennt, weint sie. (LH)
Segelschiff Mein schönstes deutsches Wort ist „Segelschiff", weil das Segeln sehr gemütlich ausgesprochen wird, und das Schiff einen schnellen Schluss bildet. Genau so ist das Segeln: man hat es gemütlich, aber kommt trotzdem schnell vorwärts. Ohne das Schiff wäre das Segeln nicht da, weil man nur mit einem Schiff segeln kann. (BMB)
Tautropfen Eines der schönsten deutschen Wörter für mich ist das Wort „Tautropfen". Wenn ich das Wort höre, habe ich sofort ein schönes Bild vor Augen. Zum einen gefällt mir die Verbindung des einfachen Wortes „Tau" mit dem Wort „Tropfen", und wie es klingt, wenn man es zusammen ausspricht. Zum anderen gefällt mir die Bedeutung. Ich mag es, wenn ich früh am Morgen das Haus verlasse und die Wiesen mit Tautropfen bedeckt sind. Es wirkt dann so frisch. Ich finde, diese Frische vermittelt das Wort „Tautropfen" auch, wenn man es liest oder hört. (IL)
Welle Für mich ist das schönste deutsche Wort „Welle". Nicht nur, weil ich das Wasser allgemein mag, sondern auch, weil ich finde, dass sich das Wort immer ausdrucksstark anhört, egal, wie man es ausspricht. Man kann es weich und mild aussprechen, wenn man z.B. kleine, sanfte Wellen beschreibt, die ein kleines Boot verursacht hat. Aber wenn man das „we" und das „I" stärker ausspricht, denkt man an eine große, kräftige Wasserwoge, die sich an einem Schiff oder einer Klippe bricht. Der erste Buchstabe „W" kann weich und trotzdem kraftvoll klingen, und passt zu der Bewegung, die eine Welle macht oder ist. In der Art, wie die drei Buchstaben aneinander gefügt sind, spürt man fast das sanfte, umfassende Gefühl, das einen ergreift, wenn man im Wasser ist und von den Wellen umschlossen wird. (IR)
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